Männer in Teilzeitarbeit leiden stärker unter Depressionen

Eine Studie der Techniker Krankenkasse hat festgestellt, dass bei Arbeitnehmern depressive Verstimmungen und Depressionen zunehmen. So ist ihre Anzahl der Fehltage mit durchschnittlich 58 Tagen deutlich höher als bei den übrigen Arbeitnehmern, die nur rund 14 Tage im Jahr wegen Krankheit ausfallen.

40 Prozent der Frauen und 7,8 Prozent der Männer sind in Teilzeit beschäftigt. Dabei sind teilzeitbeschäftigte Männer mit 11,1 Fehltagen weniger häufig krankgeschrieben als Vollzeitangestellte mit 11,8 Tagen.

Sie sind jedoch mit 1,9 Fehltagen häufiger von psychischen Diagnosen betroffen als Vollzeitbeschäftigte. Dies rührt aus ihrer Rolle als Haupternährer, so der TK-Psychologe Schulz. Als Teilzeitarbeiter können sie diese nicht mehr ausreichend ausfüllen. Meist ist Teilzeitarbeit von Männern nicht freiwillig gewählt.

TK-Chef Baas empfahl den Unternehmen, in ihr betriebliches Gesundheitsmanagement zu investieren. Jeder Euro sei hier gut angelegt. So lägen die Kosten einer Depression bei 75.000 Euro – ein wirkungsvolles Gesundheitsmanagement koste dem Unternehmen dagegen nur 50.000 Euro.

Wie könnte sich auch die gesellschaftliche Sicht auf Männer in Teilzeitarbeit verändern lassen?

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